Mindestprofiltiefe
Gibt es eine
Mindestprofiltiefe?
Besonders bei Nässe zeigt sich, was ein Profil noch wert ist. Die
Aufschwimm- geschwindigkeit, das Einsetzen von Quer- und
Längsaquaplaning sowie die Bremswege bei Nässe
hängen ganz entscheidend von der Profiltiefe ab. Der Gesetzgeber hat
hier "schlappe" 1,6 mm als Mindestwert festgelegt. Dass das in
unseren Augen nicht reicht, beweisen folgende Zahlen:
Ein neuer Reifen mit 8mm
nimmt 100% Wasser auf, hat also maximale Aquaplaningsicherheit.
Profiltiefe Wasseraufnahme
8mm 100%
3mm 30%
1,6mm 13,8%
1mm 7,6%
Stärker als der Gesetzgeber
tragen diesen verminderten Werten die Versicherungen Rechnung. Wir empfehlen
deshalb rechtzeitig die Reifen zu wechseln, da Ihnen im Falle eines Unfalles
ansonsten versicherungsrechtliche Probleme erwachsen können.
Restprofil bei Regen
entscheidend.
Nehmen wir das Ergebnis
vorweg: "Je tiefer, desto besser". Die gesetzlich vorgeschriebene
Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Wer mit weniger unterwegs ist, riskiert den
Verlust des Versicherungsschutzes. Und: die Mindestprofiltiefe bietet nur noch
minimalen Schutz vor Aquaplaning. Schon ab 3 mm Restprofil werden nur noch 30
Prozent der Wassermenge verdrängt, die ein Neureifen bewältigen kann. Vergleichstests
beweisen: Bei Blockierbremsungen aus 100 km/h beträgt der Naß-Bremsweg mit
Neureifen 70 m, bei Fahrzeugen mit 1,6 mm Restprofil satte 105 Meter. Das sind
35 m Differenz, die notfalls zwischen Sicherheit und Crash entscheiden.
Gerichte haben deshalb
wiederholt wegen "grob fahrlässigem Verhalten" Unfallbeteiligten
allein wegen abgefahrener Reifen eine Mitschuld zugesprochen. Der TÜV empfiehlt
dringend, Sommerreifen ab 3 mm auszutauschen. Bei Breitreifen sehen wir die
kritische Grenze bei 4 mm, sagen unsere Spezialisten.